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22.01.2012 | Stadtrat

Rathausplatz: "Bebauung belebt Innenstadt mehr als Parkplätze"

Der Stadtrat hat am Mittwoch den Verkauf der letzten Brachfläche am Rathausplatz beschlossen. Mit der Veräußerung des Grundstücks mit der Nummer fünf wird die letzte, städtebaulich schmerzlich klaffende Lücke im Herzen Schkeuditz' geschlossen werden können. Zudem bestätigte das Stadtparlament die Berufung der Wehrleitung der Stützpunktfeuerwehr in der Teichstraße und erhielt wenig beruhigende Schilderungen der Kämmerin in Sachen Eröffnungsbilanz.

Insgesamt 2.350 Quadratmeter verkauft die Stadt Schkeuditz an die Volkssolidarität Leipziger Land/Muldenthal e.V. zum Preis von 141.000 Euro. Ein Altenpflegeheim mit bis zu 80 Plätzen soll entstehen. Derzeit betreibt der Verein bereits das Pflegeheim an der Bergbreite. Für die Stadt, deren Verwaltung und das Parlament sind das gute Nachrichten: Mehr als zwei Jahrzehnte ist das innerstädtische Herz offen, nun kann die letzte Lücke auch noch geschlossen werden. Ein Imbiss stand hier schon, jetzt wird dort geparkt - und genau daran hat sich die Kleinkariertheit einiger Stadträte manifestiert. Bei so manchem Redebeitrag zu Tagesordnungspunkt 3.4 musste man sich die Frage stellen, ob wir jetzt ernsthaft zwischen Bebauung und Erhalt der Parkplätze zu entscheiden haben. Haben wir nicht! Die abschließende Bebauung des Rathausplatzes wird die Innenstadt mehr beleben, als jeder Parkplatz.

Dennoch hat Frank Wenzel, seines Zeichens Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Wirtschaft, eingangs angemerkt, dass vor dem Hintergrund des Beschlusses die Diskussion zu einer umfassenden Verkehrs- und Parkraumkonzeption beginnen müssen. Geeignete städtische Grundstücke, die für die Schaffung von Parkplätzen nutzbar sind, gibt es im Grundstücksportfolio. Dazu wird künftig gesprochen werden, vielleicht auch mit stadteigenen Stadtwerken. Priorität hat die Bebauung. Das aber sahen nicht alle Abgeordneten so. Allen Ernstes haben zwei Parlamentarier der CDU-Fraktion mit "Nein" gestimmt und sich damit der innenstädtischen Entwicklung verweigert.

26.12.2011 | Stadtrat

Das bisherige Credo "Wirtschaft über alles" ist auf Dauer nicht haltbar

Um das Thema "Fluglärm" ist in Schkeuditz kein umhinkommen, mit den Worten des Bundespräsidenten würde das wohl so klingen: Der Fluglärm gehört zu Schkeuditz. Das führt zu einer stellenweise grenzwertigen Lebensqualität, teilweise ist diese Grenze schon überschritten. Die Verantwortlichen verharren auf ihrer Position, verstecken sich hinter der wirtschaftlichen Bedeutung des Lärmverursachers. Stadtpolitik und Bürgerinitiativen haben einen mühevollen Kampf aufgenommen, wenn es um das Ziel einer spürbaren Lärmreduzierung im Zusammenhang mit der Entwicklung des Flughafens geht. Eine der Initiativen, die die Bürgerinteressen unserer Stadt vertritt, ist die "BI GEGENLÄRM", die den im Stadtrat vertretenen Fraktionen unlängst einen Fragenkatalog hat zukommen lassen. Die Antworten finden Sie hier.

Die sozialdemokratische Idee der Aufklärung und der Emanzipation, der Gleichheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit, des Fortschritts und der Zukunftsfähigkeit wird gebraucht. Vor allem werden Genossinnen und Genossen gebraucht, die daraus praktische Politik machen. Die wollen, dass es besser wird, im Großen wie im Kleinen. Also ran; es gibt viel zu tun. (Franz Müntefering)

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