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Als Landrat steht Michael Czupalla (CDU) kurz vor dem freiwilligen Ende seiner mehr als 25-jährigen Amtszeit. Gut so, wenn man sich Czupalla jüngste Idee anschaut: Nach seiner Forderung nach einer völlig überflüssigen dritten Start- und Landebahn am Flughafen Leipzig/Halle schwebt Czupalla nun den Bau einer Transrapidstrecke vom Flughafen in Richtung Hauptstadt vor. Czupalla macht den Stoiber - mehr muss man dazu nicht sagen:
Die Schkeuditzer SPD-Fraktion warnt davor, dass die Zweckvereinbarung zwischen den Gymnasien in Schkeuditz und Markranstädt seitens der Nachbarstadt einseitig aufgekündigt wird. "Die Vereinbarung ist von drei Seiten geschlossen worden und kann auch nur von drei Seiten beendet werden", erklärt Fraktionschef Jens Kabisch. Eile sei hierbei kein geeignetes Kriterium. Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) hatte am Samstag im Rahmen des Tages der offenen Tür die Eigenständigkeit ab dem Schuljahr 2016/2017 proklamiert. Bereits Spiskes Vorgängerin im Bürgermeisteramt, Carina Radon (CDU), habe sich "an diesem Thema verkämpft", so Kabisch.
SPD-Fraktionschef Jens Kabisch hat bei der Stadtverwaltung die Evaluierung der 2012 beschlossenen Kooperationsvereinbarung der Schkeuditzer Schulen beauftragt. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) heißt es: "Zur Verbesserung des individuellen und des gemeinsamen Potenzials der Schkeuditzer Schulen ist im Mai 2012 eine Kooperationsvereinbarung zwischen allen Bildungseinrichtungen der Stadt geschlossen worden. Neben den Unterschriften der Schulleiterinnen und Schulleiter ist die Kooperationsvereinbarung auch durch die Schulträger in Kraft gesetzt worden."
Zur Vorbereitung auf die Landratswahl am 7. Juni 2015 kommt der Schkeuditzer Stadtrat am Donnerstagabend zu seiner Januar-Sitzung zusammen. Für die Landratswahl stehen zwei Vorlagen zur Debatte. Darüber hinaus schließt das Gremium die von der Fraktion DIE LINKE. iniitierte Übernahme von Kosten der Altlastenentsorgung für Schkeuditz-Wehlitz ab.
Landrat Michael Czupalla, CDU-Politiker der ersten Stunde, hat seine altersbedingte Demission bekanntgegeben. Er werde bei der turnusgemäßen Landratswahl Anfang Juni 2015 nicht mehr antreten - nach dann etwas über 25 Jahren. Das nordsächsische Wahlvolk kann davon durchaus überrascht sein. Noch unter der alten Dresdner Staatsregierung ist die gesetzliche Grundlage geschaffen worden, bis ins 8. Lebensjahrzehnt ein solches politisches Amt begleiten zu können. Eigentlich ein Persilschein für einen Landrat Czupalla. Ab August aber ist Schluss. Eine Ära gehe zu Ende - das zumindest titelten regionale Presseerzeugnisse. Eine Ära, bestimmt - gemessen an 25 Dienstjahren, gemessen an einem Vierteljahrhundert Landrat. Eine Ära auch gemessen an politischen Maßstäben?