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SPD-Fraktionschef Jens Kabisch hat Oberbürgermeister Jörg Enke im Rahmen der Juni-Sitzung des Stadtrates aus seinem Amt verabschiedet. Nach 148. Ratssitzung in 14 Amtsjahren endet Enkes Amtszeit am 31. Juli dieses Jahres. In seiner Rede hob Kabisch Verdienste Enkes um die Entwicklung der Stadt heraus: "Schkeuditz hat heute ein anderes Gesicht, eines, das sich zum Besseren gewandelt hat." Enke habe die Stadt mit Weitblick und Besonnenheit geführt, dabei viel erreicht und die Stadt für die Zukunft aufgestellt.
Liebe Schkeuditzer,
seit nunmehr 27 Jahren bin ich Stadtrat in unserer Heimatstadt.
Ich habe die sehr intensive Arbeit in der Aufbauphase demokratischer Strukturen unter Bürgermeister Blechschmidt erlebt. In diesen Jahren haben wir viele Grundlagen für eine gesunde Stadt geschaffen. Erinnern möchte ich nur an mein Lieblingsobjekt, die Stadtwerke Schkeuditz.
Nun arbeite ich schon 14 Jahre mit Oberbürgermeister Enke zusammen. Es waren unglaublich intensive Jahre, die eine deutliche Verbesserung des Stadtbildes und der Lebensqualität für unsere Kommune gebracht haben.
Beileibe nicht immer war ich mit Herrn Enke einer Meinung. Der Fußgängerüberweg an der Sonnenpassage und die beantragte Verbannung des LKW-Verkehrs aus der Theodor-Heuss-Straße stehen als Beispiele. Aber wir haben die erfolgreiche Sacharbeit über alle Streitpunkte gestellt. Zum Wohle unserer Stadt.
Persönlich war ich begeistert vom Engagement Jörg Enkes zur Rettung unserer Wohnungsbaugesellschaft kurz nach seinem Amtsantritt. Erst jetzt hat uns sein juristisches Wissen und Können im Verfahren mit der STEG mehrere Million aus unserem Stadthaushalt gerettet. Und das noch keine Triebwerksprobeläufe am Flughafen außerhalb der Halle stattfinden können, ist auf jeden Fall auf die Stellungnahme unserer Stadt zurückzuführen, die der Oberbürgermeister erarbeitet hat.
Wir wissen beide auch, dass noch viele Probleme zu bearbeiten sind. Das äußere Erscheinungsbild unserer Stadt müssen wir verbessern. Die Problematik des LKW-Verkehrs, der um die Maut zu sparen, durch unsere Stadt rollt muss gelöst werden. Und wir wollen unser touristisches Potential besser nutzen. Auch durch neue Fahrradwege und bessere Lösungen für den Schladitzer See.
Das ALLES muss man MACHEN.
Es geht nicht mit reden und schönen Sätzen, die zu Worthülsen verkommen.
Die Inhalte sind allein wichtig!
Und wenn da jemand schon vor Ablauf der Frist zur Kandidatenaufstellung meint er sei der neue Oberbürgermeister, so kann ich nur mit einem Gedicht von Wilhelm Busch darauf reagieren:
Wenn einer, der mit Mühe kaum
gestiegen ist auf einen Baum
schon meint, dass er ein Vogel wär,
SO IRRT SICH DER!
Dr. med. Dieter Schöne
Frank-Walter Steinmeier wird Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Nach wochenlangem Abwägen haben sich auch die Parteivorsitzenden von CDU und CSU entschieden, die Kandidatur des bisherigen Außenministers zu unterstützen. "Es ist gut, dass Merkel uns drittbeste Kandidaten erspart", schreibt ein Kommentator der ARD für die Tagesschau. Ihre glückliche Hand hatte die amtierende Bundeskanzlerin bei Präsidentschaftskandidaten in bisher keinem Fall. Immer dann, wenn andere übernommen haben - beide Male Sigmar Gabriel - kam mit Joachim Gauck und Frank Steinmeier etwas Gutes dabei raus.
Der langjährige Schkeuditzer Stadtrat hat mit Wirkung zum 30. September sein Stadtratsmandat niedergelegt, bereits Mitte des Monats hatte der Stadtrat „wichtige Gründe“ für den Mandatsverzicht formal festgestellt.
„Mit 76 Jahren und nach mehr als zehn Jahren im Stadtrat stellt ‚Kurti’ seine Gesundheit in den Mittelpunkt“, zeigt sich SPD-Fraktionschef Jens Kabisch betroffen. Im Stadtrat sei Arnhold Streiter für die Sache gewesen. „Er ist angeeckt, auch bewusst und war beharrlich, hat sich bei Missständen festgebissen – so lange, bis diese abgestellt waren“, charakterisiert Kabisch. Weit und breit sei er der Einzige im Rat gewesen, den diese Eigenschaften im positiven Sinne auszeichneten. „Das wird fehlen – und ist Vorbild für die, die in der Kommunalpolitik für die Sache streiten und etwas erreichen wollen.“
Thematischer Schwerpunkt der Jahre seit 2009 war der innerstädtischer Verkehr. Das Engagement hierbei brachte ihm den Beinamen „verkehrspolitischer Sprecher“ ein – eine im Stadtrat untypische Funktionsbezeichnung. Maßgebliche Sicherheitsaspekte – Sonnenpassage als Fußgängerzone, Sperrung des Marktplatzes an Markttagen – gehen auf sein beharrliches Wirken zurück. „Für uns beide bedeutete das zähe Verhandlungen mit der Verwaltungsspitze, die immer darauf gesetzt hat, dass wir aufgeben“, so Jens Kabisch weiter. „Aufgeben ist seine Sache nicht – das bleibt in unserer ehrenamtlichen Arbeit verwurzelt“, bilanziert Kabisch.
Zur Stadtratssitzung im September hat Kabisch Kurt Arnhold mit dem Aphorismus „Viele Menschen hinterlassen Spuren, nur wenige hinterlassen Eindrücke.“ gewürdigt und aus dem Stadtrat verabschiedet. „Wir danken Kurt Arnhold, dass er Teil unserer Fraktion war und Teil unserer Welt ist“, so Jens Kabisch abschließend.
Henning Voscherau ist tot. Der frühere und langjährige Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg starb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch nach langer Krankheit. Voscherau regierte Hamburg zwischen 1988 und 1997. In bewegender Weise nahm Voscherau Abschied von der 2010 verstorbenen Hannelore "Loki" Schmidt, die er mit seiner Trauerrede würdigte. Voscherau wurde 75 Jahre.